Freitag, Februar 22, 2019

altvorstellung VII: "Ich hatte die Zeit meines Lebens"

in der serie altvorstellung (ausführlicher hier) geht es um bücher, die - obwohl vergriffen oder über 30 jahre alt - es wert sind, gesucht (z.b. über ZVAB) und gelesen zu werden.

diesmal: "Ich hatte die Zeit meines Lebens: Über den Film 'Dirty Dancing' und seine Bedeutung", herausgegeben von Hannah Pilarczyk. der band ist erst 2012 im Verbrecher Verlag Berlin erschienen, aber dennoch bereits vergriffen und - zumindest nach einer kurzen recherche meinerseits - auch nicht als e-book erhältlich. insofern qualifiziert sich das buch für diese reihe. 
der sammelband ist eine würdigung für einen film, der über 30 jahre nach seinem erscheinen zwar immer noch und immer wieder gern gesehen, gleichzeitig aber tendenziell als seichte und unpolitische unterhaltung abgetan wird. im deutschsprachigen wikipedia-artikel zu Dirty Dancing wird bis heute unter "Kritiken" nur folgendes zitat aus dem "Lexikon des Internationalen Films" angeführt:
Der Überraschungserfolg der Kinosaison 1987/88 entpuppt sich als inhaltlich und formal gleichermaßen biederer Unterhaltungsfilm, der leichte Anrüchigkeit mit sentimentaler Moral zu kombinieren versucht, in der Präsentation von Tanzszenen und Liebesromanze mit Happy-End aber ganz offensichtlich einen ‚zeitgeistlichen Nerv‘ getroffen hat.
die lektüre von "Ich hatte die Zeit meines Lebens" dokumentiert demgegenüber, dass nichts falscher sein könnte, als so ein fazit. schon eher das gegenteil ist wahr. egal "ob Coming-of-Age, Porträt der 1960er oder chick flick" (S. 33), dirty dancing ist ein Film "mit einer weiblichen Hauptfigur und mit Frauen an den entscheidenden Positionen Drehbuch und Produktion" (S.30), was auch "inhaltlich und formal" deutlich wird: von dem weiblichen blick auf den männlichen hauptdarsteller über die behandlung des themas abtreibung bis hin zur utopistisch angehauchten abschlussszene.

Freitag, Dezember 28, 2018

chaos im fernsehrat

zum ersten mal seit dem 30c3 vor fünf jahren in hamburg, damals zum thema "recht auf remix", habe ich es dieses jahr wieder zum chaos communication congress geschafft, der in der zwischenzeit nach Leipzig umgezogen ist. diesmal durfte ich etwas über meine arbeit im ZDF fernsehrat erzählen.


das video, für das auch audiospuren mit englischer und französischer simultanübersetzung verfügbar sind, gibt es wie immer beim chaos communication congress in offenen formaten zum download.


Mittwoch, November 28, 2018

kolumnen (ctd.)

2018 war mein drittes und vorerst letztes jahr als netzpolitik-kolumnist in der zeitung der kulturplattform (kupf) oberösterreich. wie schon 2016 und 2017 hier eine liste mit den vier kolumnen des jahrgangs:

Dienstag, Oktober 30, 2018

momentum19: widerspruch


zwar ist momentum 2018 erst gut eine woche vorbei, der call für momentum 2019 (pdf) zum generalthema "widerspruch" ist aber bereits raus. die teilnahme an momentum ist dabei mit einer reihe von zumutungen verbunden, vom abgelegenen (aber schönen) veranstaltungsort hallstatt über das verfassen eines beitrags bis zur teilnahme an nur einem von zehn tracks. zur eröffnung von momentum 2018 habe ich noch einmal begründet, warum diese zumutungen wichtig für das gelingen des kongresses sind. und deshalb niemanden von einer teilnahme abhalten sollten. die notizen zu meinen eröffnungsworten sind drüben bei osconjunction verbloggt.

Freitag, Juni 22, 2018

kopierfehler oder kopiergewinn?

schön, wie unterschiedlich ein und dieselbe fotovorlage zu unterschiedlichen ergebnissen in strichzeichnungsform führt:


credits: foto links stammt von Dominik Landwehr, die strichzeichnung rechts von Stella Schiffczyk aka Veith Yäger. wer für die mittlere variante verantwortlich zeichnet, konnte ich nicht recherchieren bislang, werde ich gegebenenfalls hier nachtragen.

Montag, Januar 22, 2018

Mittwoch, Januar 10, 2018

kolumnen (ctd.)


seit 2016 darf ich in der viermal im Jahr erscheinenden zeitung der kulturplattform (kupf) oberösterreich eine kolumne zu netzpolitischen themen beisteuern. hier die vier folgen des vergangenen jahres:


die ersten vier kolumnen finden sich hier.

Freitag, Dezember 22, 2017

Dobusch & Dobusch

auch wenn es auf grund unserer studienwahl nicht unbedingt zu erwarten war, sind meine schwester Laura (studien der internationalen entwicklung, soziologie und gender studies) und ich (studien der bwl und rechtswissenschaften) nicht nur beide an universitäten (in den niederlanden sowie in österreich) gelandet, sondern auch noch in derselben disziplin: organisationsforschung.

umso erfreulicher ist daher, dass unsere erste gemeinsame publikation, verfasst gemeinsam mit kollegen Gordon Müller-Seitz aus Kaiserslautern, jetzt in einer der zentralen zeitschriften der disziplin erschienen ist: organization studies.


im beitrag "Closing for the Benefit of openness? The case of Wikimedia's open strategy process" bringen wir dabei Lauras hintergrund im bereich organisationaler diversitäts- und inklusionsforschung mit meinem fokus auf das management digitaler gemeinschaften zusammen. und angesichts des themas besonders erfreulich ist außerdem der umstand, dass der beitrag open access im volltext online zugänglich ist.

Montag, November 06, 2017

AlpTschunk

etwas, das ich seit meiner rückkehr aus berlin in österreich zu etablieren suche ist "Tschunk". ein deliziöses mischgetränk aus club-mate, rum und limette (laut wikipedia soll noch rohrzucker dazu, was aber einer dieser fehler in der freien enzyklopädie sein muss - schließlich kann da ja jeder reinschreiben).

seit kurzem gibt es in österreich aber ein getränk, das eine lokale Tschunk-variante erlaubt, ja geradezu nahelegt. anstelle von club-mate bietet es sich nämlich an, folgendes getränk als basis zu nehmen und es mit rum und limette zu veredeln: eine kombination aus almdudler, mate und guarana.

Lizenz: CC BY
nach wiederholter verkostung dieser mixtur ist es außerdem an der zeit, ihr einen namen zu geben: AlpTschunk. jetzt gilt es nur noch, den reimport nach berlin zu organisieren und damit AlpTschunk zum durchbruch zu verhelfen.

Donnerstag, Juli 13, 2017

follow the fees

die gemeinsam mit Sebastian Botzem verfasste und in Accounting, Organizations and Society erschienene studie "Financialization as strategy: Accounting for inter-organizational value creation in the European real estate industry" beschäftigt sich unter anderem mit der rolle von gebühren ("fees") im immobiliensektor und wie diese zu blasendynamiken und steuervermeidung beitragen.

die universität innsbruck hat mich gebeten, in drei minuten und als antwort auf drei fragen, die kernerkenntnisse und -ableitungen zusammenzufassen:



das video ist teil eines längeren beitrags.