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Donnerstag, Juni 22, 2023

mastodon vs. twitter

seit einiger zeit bespiele ich nun schon mastodon und twitter parallel, wobei ich es mir zur regel gemacht habe, zuerst bei mastodon und dann erst bei twitter zu posten. (nur manche posts sind plattformspezifisch, ganz anders natürlich retweets: die sind total unterschiedlich.)

dabei ist mir aufgefallen, dass posts und threads ziemlich unterschiedliche resonanz erzielen und ich mir schwer tue vorherzusagen, wo sie mehr aufmerksamkeit bekommen werden. ich habe deshalb einmal die retweets und likes der letzten 40 parallel-postings bei mastodon (3.561 follower:innen) und twitter (11.224 follower:innen) ausgewertet. konkret habe ich einfach die shares und likes/favs für jeden beitrag (bei threads nur des ersten beitrags) jeweils für mastodon oder twitter aufaddiert.

hier entlang zu den rohdaten

in 16 von 40 posts war die anzahl an likes und shares bei mastodon höher, in 24 fällen war die zahl bei twitter höher. die durchschnittliche abweichung lag bei 26,45 zu gunsten von twitter.

Dienstag, März 19, 2013

ode (6) an Kathrin Passig

ich kann mich nicht erinnern, jemals einen schlechten text von Kathrin Passig gelesen zu haben. mehr noch, ich kann mich nicht einmal an einen schlechten tweet oder eine schlechte facebook-status-meldung erinnnern. sie ist deshalb nicht nur die ideale person, um anderen twitter näher zu bringen. an ihrem beispiel lässt sich auch das fav-paradox auf twitter veranschaulichen: zumindest an mir kann ich beobachten, dass ich tweets von jenen menschen, denen ich besonders begeistert folge, weniger häufig favorisiere oder retweete als solche von menschen, die weniger aber immer noch gut twittern. graphisch lässt sich das folgendermaßen illustrieren:


denn eigentlich müsste man bei den wenigen menschen am rechten ende der kurve jeden einzelnen tweet faven. damit würde man sich aber nicht nur als twitter-stalker outen. der einzelne fav würde dadurch auch völlig entwertet.

nicht nur, aber auch deshalb, braucht es diese ode hier, um Kathrin Passig angemessen zu würdigen.

Montag, Januar 28, 2013

twitter-lagerfeuer

bisweilen wird ja die befürchtung geäußert, dass mediatheken und die damit verbundene möglichkeit, fernsehsendungen zeitlich komplett selbstbestimmt und individuell zu verfolgen, den "lagerfeuer"-charakter von fernsehen endgültig zerstören. diese ängste sind teil des kulturpessimistischen narrativs, das internet führe zu einer fragmentierung der öffentlichkeit.

der gestrige sonntag abend, zuerst mit Tatort und danach der #aufschrei-diskussion bei Jauch, hat jedoch demonstriert, dass das keineswegs der fall sein muss. beide sendungen waren im zusammenspiel mit twitter unterhaltsamer bzw. überhaupt erst erträglich. twitter führt also dazu, dass es immer noch bzw. mehr als jemals zuvor sinn macht, sich eine sendung zur selben zeit wie viele andere leute anzusehen. und sich dann über tweets wildfremder leute wie den folgenden zu freuen, die via re-tweet in der eigenen timeline landen: