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Dienstag, Februar 07, 2017

#500

anlässlich des 10. geburtstags von netzpolitik.org hatte ich 2014 zehn (immer noch aktuelle) gründe für’s mitmachen aufgeschrieben. anlässlich meines 500. blogeintrags bei netzpolitik.org möchte ich hier wieder in form eines listicles eine kurze persönliche rückschau betreiben.


mein erster beitrag am 02. november 2011 hatte die "Abstimmung über Lobbykratie-Medaille und das Urheberrecht" zum thema, der zweite war dann gleich eine fortsetzung davon: "Lobbykratie und Urheberrecht, 2. Runde [Update]". der 500. artikel ist heute mit drei thesen zur "zukunft von open government" erschienen.

zwei der sechs meistkommentierten artikel stammen aus der hochzeit der urheberrechtsdebatte im jahr 2012, die allermeisten erhielt dabei meine antwort auf einen der tiefpunkte in dieser auseinandersetzung, nämlich den unsäglichen brief von 51 Tatort-drehbuchautorInnen:

Freitag, Mai 24, 2013

warum ich (wo) blogge

wissenschaftliches bloggen ist immer noch ein nischenphänomen. das merkt man daran, dass die grundlegende frage nach dem "warum bloggen?" immer noch zum start für eine blogparade taugt (bei der re:publica 2012 gab es auch eine session zu diesem thema).

persönlich tue ich mir mit der antwort darauf deshalb schwer, weil sie je nach blog variiert:
  • auf governance across borders, einem forschungsblog im engeren sinn mit einer interdisziplinären autor_innengruppe, versuche ich in meinen beiträgen laut zu denken, ideen auszuformulieren und aktuelle entwicklungen in meinen forschungsfeldern zu kommentieren. eine auswahl der dort veröffentlichten blogeinträge haben wir kürzlich in form eines leicht editierten blogbuchs als book-on-demand und e-book veröffentlicht.

Dienstag, April 30, 2013

ein blogbuch

neben meinen spärlichen blogeinträgen hier und häufigeren beiträgen auf netzpolitik.org habe ich zusammen mit Sigrid Quack vom Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG) vor knapp 4,5 jahren das forschungsblog "governance across borders" gegründet und auch dort regelmäßig gebloggt.

gemeinsam mit dem im laufe der zeit dazugestoßenen mitherausgeber Phil Mader haben wir im letzten halben jahr gut 120 einträge ausgewählt, thematisch gruppiert und leicht überarbeitet als blogbuch mit dem titel "governance across borders: transnational fields and transversal themes" neu veröffentlicht.

dank großzügiger unterstützung des MPIfG war danach nicht nur lektorat und grafisch aufwändige gestaltung sondern auch eine open-access-veröffentlichung möglich: das PDF der druckversion sowie eine e-reader freundliche epub-version gibt es als kostenlosen download. wer mag, kann das buch aber auch auf papier bestellen.


Montag, August 31, 2009

blogday09

aus anlass des blogdays im folgenden fünf links zu freunden, die mehr oder weniger kürzlich unter die bloggerInnen gegangen sind, sich aber nicht auf meiner blogroll finden (bzw. im fall von yussi, bis vor kurzem dort nicht angeführt waren). leider hat nur einer davon einen titel, alle anderen blogs lauten auf den namen ihrer autorInnen:

Freitag, Dezember 28, 2007

ode (2) an v. Heusinger

zum abschluss des jahres hat sich nach Martenstein noch ein weiterer, mittlerweile allerdings bei der Frankfurter Rundschau tätiger, ZEIT-redakteur endgültig in mein herz geschrieben. Robert von Heusingers herdentrieb-blog habe ich ohnedies bereits von beginn an in der blogroll verlinkt, mit seinem jüngsten eintrag entpuppt er sich aber endgültig als undogmatisch-tabubrechender ökonom. der erste absatz des beitrags mit dem titel "Alle Banken verstaatlichen?!" lautet nämlich wie folgt:

"Als ich gestern den 'persönlichen Jahresrückblick' geschrieben habe und vorher mir noch ein paar kluge Artikel zur Kreditkrise reingezogen habe, bekam ich Zweifel, ob private Banken überhaupt eine Daseinsberechtigung haben. Ob man sie nicht besser alle verstaatlichen sollte. Starke Tobak, ich weiß. Doch auch heute sind meine Zweifel nicht kleiner geworden."

und was danach folgt sind einfach unaufgeregte, dafür umso bessere argumente. bitte, bitte mehr davon!

Sonntag, Februar 18, 2007

blogweh: www.erwin-buchinger.at

ich bin für die einführung eines neuen begriffs "blogweh" (analog zu "zahnweh" oder "bauchweh") für blogs, die körperliches unwohlsein bei ihren leserInnen hervorrufen. und aus gegebenem anlass kann ich hiermit auch die gleichnamige rubrik starten:

auf www.erwin-buchinger.at beweist der neue östereichische spö-sozialminister, dass es noch sehr viel schlimmeres gibt, als die potentiale neuer medien ungenutzt zu lassen. nämlich sie so zu "nutzen", wie er in seinem blog. nur weil einfallslose journalistInnen "blog" mit "internet-tagebuch" übersetzen, sollte man das nicht allzu wörtlich nehmen. schon gar nicht als minister. und noch weniger mit einem stil, der an die tagebücher 9jähriger volksschülerInnen erinnert.

kostprobe: "Eigentlich wollte ich heute um 05.30 Uhr aufstehen und morgens Laufen - ich habe mich aber verschlafen und bin erst knapp vor 07.30 Uhr ins Büro gekommen..."

Montag, Januar 23, 2006

"Du bist eine Klowand"

Du bist...
...geklaut!


abgesehen davon, dass die aktuelle "Du bist Deutschland"-kampagne zur stärkung des sinnlos-gefährlichsten gefühls der welt (deutscher hurra-patriotismus) satiriker/innen - und solche die es gerne wären - auf jahre hinaus beschäftigen wird (vgl. die über 200 fotos lange galerie auf flickr), versucht sich der verantwortliche werbe-fuzzi (Jean-Remy von Matt) inzwischen in publikumsbeschimpfung. wie Jens Scholz in seinem blog berichtet, stellte dieser nämlich in einem mail wie folgt fest:

"Vor zwei Wochen startete "Du bist Deutschland", die größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten und ein riesiges Geschenk. Die großen Verlage haben Zeit und Raum im Wert von 35 Millionen Euro geschenkt. 30 Promis der ersten Liga haben Zeit und ihr Gesicht geschenkt. (...)
Das Ziel: Die Miesepetrigkeit bekämpfen.
Der Dank: Miesepetrigkeit. Glücklicherweise nur von den Gruppen, von denen man nichts besseres erwarten konnte:
(...)
2. Von den Weblogs, den Klowänden des Internets. (Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab. Dieser neue Tiefststand der Meinungsbildung wird deutlich, wenn man unter www.technorati.com eingibt: Du bist Deutschland.)"


was soll ich da noch sagen? zum beispiel, dass ich noch nie so stolz war, meine eigene "klowand des internets" zu haben...