Samstag, August 04, 2012

kapitalistische praxis IX

diesmal: fast food remix

anlässlich eines konferenzaufenthalts im kernland des kapitalismus wird es wiedereinmal zeit für einen eintrag in der serie kapitalistische praxis. Schumpeter zu folge ist ja die wesentliche quelle für das produktive potential des kapitalismus dessen tendenz zu immer neuen rekombinatorischen innovationen. und ganz im sinne von Kirby Ferguson's "everything is a remix" erstreckt sich diese ständige rekombination auch auf die kapitalistischste form der nahrungsmittelaufnahme: fast food. die oben abgebildete und besonders wohlschmeckende form von fast food remix durfte ich heute in Boston kosten.

1 Kommentar:

Stefan Wehmeier hat gesagt…

“Kapital und Kapitalismus

Unter Kapital versteht der Freiwirtschaftler Geld und zinstragendes Gut. Kapitalist ist also jeder, soweit er Zins bezieht, und Kapitalismus oder Zinswirtschaft ist die Wirtschaftsordnung, in der Geld und andere Güter so gebraucht werden können, dass sie Zins abwerfen (Geldzins, Sachzins, Bodenzins).

An dem Fortbestehen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung hat ein Interesse, wer mehr Zins einnimmt, als ihm von seinem Arbeitsertrag durch Zins genommen wird, durch den Zins, den er nicht etwa nur für geliehenes Geld oder gepachteten Boden, sondern in den Preisen alles dessen, was er kauft, bezahlen muss. Da in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung die Warenpreise im Durchschnitt etwa je zur Hälfte aus Arbeitslohn und Zins bestehen, ist derjenige am Fortbestehen des heutigen Zustandes interessiert, dessen Einkommen überwiegend aus Zins besteht. Zu den Großzinsbeziehern und sonstigen Nutznießern des Kapitalismus gehören aber sicher weniger als 10 Prozent der Bevölkerung.

Die übrigen 90 Prozent der Bevölkerung sollten den Kampf gegen den Zins mit den rechten Mitteln aufnehmen, denn das Wesen des Kapitalismus besteht ja nicht allein darin, den Werktätigen dauernd rund die Hälfte ihres Einkommens durch den Zinsanspruch zu kürzen, sondern sie mit jedem Mittel – auch mit dem der Wirtschaftskrise und des Krieges – in dauernder Armut zu erhalten!

Diese Armut (Sachkapitalmangel) ist geradezu das Lebenselement des Kapitalismus, seine Voraussetzung, denn nur für etwas, was knapp ist, bezahlt man Zins. Kapitalismus ist somit notwendig dauernde Mangelwirtschaft, Kapitalismus schließt zwangsläufig allgemeinen Wohlstand aus, so wie das Feuer das Wasser.”

Otto Valentin (aus “Warum alle bisherige Politik versagen musste”, 1949)

Das versteht jedes Schulkind. Es sei denn, dem Kind wurde im Religionsunterricht erzählt, das Paradies sei ein “Obstgarten” und die “Frucht vom Baum der Erkenntnis” ein Apfel.

http://www.swupload.com//data/Behandlung-eines-Privatpatienten.pdf