ziemlich genau zwölf jahre nach der ankündigung des ersten momentum-kongresses zum thema "gerechtigkeit" startet heute das momentum institut:
gemeinsam mit dem institut gestartet ist das online-magazin moment. so ein hybrid aus "think tank der vielen" und medium ist erstmal ein experiment. wer uns dabei unterstützen möchte, bitte hier entlang.
Dienstag, September 10, 2019
Montag, Juli 29, 2019
metall auf metall
über 20 jahre wurde prozessiert und mit dem heutigen urteil des EuGH ist das verfahren immer noch nicht zu ende. auf basis der EuGH-entscheidung ist jetzt wieder der deutsche BGH am zug. und all das wegen eines gerade einmal zwei sekunden langen samples.
die letzten und vielleicht spannendsten jahre des verfahrens habe ich mit einigen beiträgen bei netzpolitik.org begleitet und anlässlich der heutigen entscheidung hier noch einmal chronologisch aufgelistet:
die letzten und vielleicht spannendsten jahre des verfahrens habe ich mit einigen beiträgen bei netzpolitik.org begleitet und anlässlich der heutigen entscheidung hier noch einmal chronologisch aufgelistet:
- 2012: "Sampling-Urteil des BGH: Zwei Takte Leistungsschutzrecht"
- 2015: "Sampling vor dem Bundesverfassungsgericht: Eine kommentierte Presseschau"
- 2016: "Zeitenwende im Urheberrecht: Verfassungsgericht erlaubt Sampling"
- 2017: "Die unendliche Geschichte von „Metall auf Metall“: Sampling vor dem Europäischen Gerichtshof"
- 2018: "Endlos-Prozess um „Metall auf Metall“: EuGH-Generalanwalt ist kein Rapper"
- 2019a: "Nationale Spielräume bei Uploadfiltern: zwischen Zitatrecht und 'Metall auf Metall'"
- 2019b: "Entscheidung nach über 20 Jahren: EuGH erlaubt Sampling, aber keine Alleingänge bei Uploadfiltern"
Donnerstag, Mai 02, 2019
nominiert
seit ich im juli 2016 für den bereich "internet" in den ZDF fernsehrat berufen worden bin, blogge ich mehr oder weniger regelmäßig bei netzpolitik.org über meine arbeit dort sowie öffentlich-rechtliche medien im digitalen zeitalter ganz allgemein. für die blogeinträge in der reihe "Neues aus dem Fernsehrat" wurde mir anfang diesen jahres bereits eine "Besondere Ehrung" im rahmen des "Bert-Donnepp-Preises für Medienpublizistik" zu teil.
damit nicht genug bin ich seit heute offiziell einer von 28 nominierten für den diesjährigen Grimme Online Award, ausgewählt von einer nominierungskommission aus rund 1.200 eingereichten vorschlägen. eine jury wird unter diesen nominierten 8 preisträger:innen auswählen, außerdem wird ein preis via online-voting vergeben (da dürfte sich aber wie üblich ein:e youtuber:in durchsetzen). ich freue mich jedenfalls schonmal sehr über die nominierung und die einladung zur preisverleihung am 19. juni in köln.
Freitag, Februar 22, 2019
altvorstellung VII: "Ich hatte die Zeit meines Lebens"
in der serie altvorstellung (ausführlicher hier) geht es um bücher, die - obwohl vergriffen oder über 30 jahre alt - es wert sind, gesucht (z.b. über ZVAB) und gelesen zu werden.
diesmal: "Ich hatte die Zeit meines Lebens: Über den Film 'Dirty Dancing' und seine Bedeutung", herausgegeben von Hannah Pilarczyk. der band ist erst 2012 im Verbrecher Verlag Berlin erschienen, aber dennoch bereits vergriffen und - zumindest nach einer kurzen recherche meinerseits - auch nicht als e-book erhältlich. insofern qualifiziert sich das buch für diese reihe.
der sammelband ist eine würdigung für einen film, der über 30 jahre nach seinem erscheinen zwar immer noch und immer wieder gern gesehen, gleichzeitig aber tendenziell als seichte und unpolitische unterhaltung abgetan wird. im deutschsprachigen wikipedia-artikel zu Dirty Dancing wird bis heute unter "Kritiken" nur folgendes zitat aus dem "Lexikon des Internationalen Films" angeführt:
diesmal: "Ich hatte die Zeit meines Lebens: Über den Film 'Dirty Dancing' und seine Bedeutung", herausgegeben von Hannah Pilarczyk. der band ist erst 2012 im Verbrecher Verlag Berlin erschienen, aber dennoch bereits vergriffen und - zumindest nach einer kurzen recherche meinerseits - auch nicht als e-book erhältlich. insofern qualifiziert sich das buch für diese reihe.
der sammelband ist eine würdigung für einen film, der über 30 jahre nach seinem erscheinen zwar immer noch und immer wieder gern gesehen, gleichzeitig aber tendenziell als seichte und unpolitische unterhaltung abgetan wird. im deutschsprachigen wikipedia-artikel zu Dirty Dancing wird bis heute unter "Kritiken" nur folgendes zitat aus dem "Lexikon des Internationalen Films" angeführt:
Der Überraschungserfolg der Kinosaison 1987/88 entpuppt sich als inhaltlich und formal gleichermaßen biederer Unterhaltungsfilm, der leichte Anrüchigkeit mit sentimentaler Moral zu kombinieren versucht, in der Präsentation von Tanzszenen und Liebesromanze mit Happy-End aber ganz offensichtlich einen ‚zeitgeistlichen Nerv‘ getroffen hat.die lektüre von "Ich hatte die Zeit meines Lebens" dokumentiert demgegenüber, dass nichts falscher sein könnte, als so ein fazit. schon eher das gegenteil ist wahr. egal "ob Coming-of-Age, Porträt der 1960er oder chick flick" (S. 33), dirty dancing ist ein film "mit einer weiblichen Hauptfigur und mit Frauen an den entscheidenden Positionen Drehbuch und Produktion" (S.30), was auch "inhaltlich und formal" deutlich wird: von dem weiblichen blick auf den männlichen hauptdarsteller über die behandlung des themas abtreibung bis hin zur utopistisch angehauchten abschlussszene.
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Sammelband
Freitag, Dezember 28, 2018
chaos im fernsehrat
zum ersten mal seit dem 30c3 vor fünf jahren in hamburg, damals zum thema "recht auf remix", habe ich es dieses jahr wieder zum chaos communication congress geschafft, der in der zwischenzeit nach Leipzig umgezogen ist. diesmal durfte ich etwas über meine arbeit im ZDF fernsehrat erzählen.
das video, für das auch audiospuren mit englischer und französischer simultanübersetzung verfügbar sind, gibt es wie immer beim chaos communication congress in offenen formaten zum download.
das video, für das auch audiospuren mit englischer und französischer simultanübersetzung verfügbar sind, gibt es wie immer beim chaos communication congress in offenen formaten zum download.
Mittwoch, November 28, 2018
kolumnen (ctd.)
Dienstag, Oktober 30, 2018
momentum19: widerspruch
zwar ist momentum 2018 erst gut eine woche vorbei, der call für momentum 2019 (pdf) zum generalthema "widerspruch" ist aber bereits raus. die teilnahme an momentum ist dabei mit einer reihe von zumutungen verbunden, vom abgelegenen (aber schönen) veranstaltungsort hallstatt über das verfassen eines beitrags bis zur teilnahme an nur einem von zehn tracks. zur eröffnung von momentum 2018 habe ich noch einmal begründet, warum diese zumutungen wichtig für das gelingen des kongresses sind. und deshalb niemanden von einer teilnahme abhalten sollten. die notizen zu meinen eröffnungsworten sind drüben bei osconjunction verbloggt.
Labels:
momentum,
momentum kongress,
momentum19,
widerspruch
Freitag, Juni 22, 2018
kopierfehler oder kopiergewinn?
schön, wie unterschiedlich ein und dieselbe fotovorlage zu unterschiedlichen ergebnissen in strichzeichnungsform führt:
credits: foto links stammt von Dominik Landwehr, die strichzeichnung rechts von Stella Schiffczyk aka Veith Yäger. wer für die mittlere variante verantwortlich zeichnet, konnte ich nicht recherchieren bislang, werde ich gegebenenfalls hier nachtragen.
Montag, Januar 22, 2018
Mittwoch, Januar 10, 2018
kolumnen (ctd.)
seit 2016 darf ich in der viermal im Jahr erscheinenden zeitung der kulturplattform (kupf) oberösterreich eine kolumne zu netzpolitischen themen beisteuern. hier die vier folgen des vergangenen jahres:
- #5 Wikipedia und Wahrheit im postfaktischen Zeitalter
- #6 Netzneutralität als digitaler Gleichbehandlungsgrundsatz
- #7 Bewilligungskultur oder Pauschalvergütung
- #8 Kürzung von Kulturbudgets: Rhetorische Manöver und falsche Prämissen
die ersten vier kolumnen finden sich hier.
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