"E rău pentru artişti?"
Freitag, März 02, 2012
rumänisch
mein letztes jahr bei Eurozine erschienener artikel "Bad for artists: On digitization, remuneration and copyright" wurde jetzt in einer rumänischen übersetzung in "Dilema Veche" (dt. "Altes Dilemma") wiederabgedruckt:
Freitag, Februar 10, 2012
schuldenprobleme sind verteilungsprobleme
gemeinsam mit Fedor Ruhose durfte ich mich in einem kurzen policy brief (PDF) zum wirtschaftspolitischen thema der stunde auslassen. unter dem titel "schuldenprobleme sind verteilungsprobleme" diskutieren wir dabei folgende zentrale these:
... sondern ein verteilungsproblem hat ...
... und wie diese beiden probleme zusammenhängen:
Einen Beitrag zur Stabilität der europäischen Währung und gleichzeitig zur Reduktion von Staatsschulden würde deshalb eine kombinierte Politik von Lohnsteigerungen – insbesondere für untere und mittlere Einkommen – und Steuererhöhungen – insbesondere für Vermögende und Spitzenverdiener – leisten. Das Schöne daran: Es wäre nicht nur wirtschaftlich vernünftig. Es wäre auch (verteilungs)gerecht.und mit hilfe zweier charts versuchen wir zu zeigen, dass deutschland kein gesamtwirtschaftliches schuldenproblem ...
... sondern ein verteilungsproblem hat ...
... und wie diese beiden probleme zusammenhängen:
Denn die aus Staatsschulden resultierenden Zinserträge verteilen sich äußerst ungleich. 20 Prozent der Bevölkerung verfügen über mehr als 80 Prozent des Gesamtvermögens, während 60 Prozent gemeinsam weniger als 3 Prozent des Gesamtvermögens besitzen (Frick und Grabka 2009 bzw. Abbildung 2). Ein wesentlicher Teil des Vermögens der Besitzenden sind nun Staatsanleihen. Die obersten 20 Prozent erhalten deshalb auch den mit Abstand größten Anteil staatlicher Zinszahlungen.
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Donnerstag, Januar 05, 2012
im russischen fernsehen
russia today war vor einiger zeit in Berlin für eine reportage über den wahlerfolg der piratenpartei. über einen blogeintrag sind sie dabei auf mich gestoßen und haben mich 20 minuten zum erfolg der piraten interviewt. circa fünf sekunden davon haben es schließlich in den bericht geschafft:
Samstag, Dezember 03, 2011
jetzt neu: D64
seit gerade eben ist die seite www.d-64.org live. in der selbstbeschreibung heißt es wie folgt:
D64 sind Menschen, die täglich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des Internets für die Transformation unserer Gesellschaft arbeiten. Sie sind sich einig, dass man Politik für die Zukunft nicht mit Gedankengut von gestern machen kann. D64 will deshalb Taktgeber für die Politik sein, um Deutschland für die digitale Demokratie vorzubereiten.etwas großspurig, diese ankündigung. aber angesichts der illustren runde an gründungsmitgliedern, ist sie vielleicht nicht völlig unrealistisch. und ich freue mich, mit dabei zu sein.
Mittwoch, November 02, 2011
copyright und free speech II [update]
vor knapp einem halben jahr habe ich an dieser stelle zwei bilder präsentiert, die das spannungsverhältnis von urheberrecht und rede- bzw. meinungsfreiheit illustriert haben.
eine fortsetzung dieses themas durfte ich nun auf netzpolitik.org anlässlich der erstmaligen vergabe der "Lobbykratie-Medaille" durch lobbycontrol verbloggen. mehr dazu unter "Abstimmung über Lobbykratie-Medaille und das Urheberrecht".
[update]
die fortsetzung dieser fortsetzung findet sich ebenfalls auf netzpolitik.org. nach der sperrung der lobbykratie-dokumentation wegen urheberrechtsverletzung wurde nun auch der verweis auf den beschwerdeführer - eines der für die Lobbykratie-Medaille nominierten unternehmen - gelöscht.
eine fortsetzung dieses themas durfte ich nun auf netzpolitik.org anlässlich der erstmaligen vergabe der "Lobbykratie-Medaille" durch lobbycontrol verbloggen. mehr dazu unter "Abstimmung über Lobbykratie-Medaille und das Urheberrecht".
[update]
die fortsetzung dieser fortsetzung findet sich ebenfalls auf netzpolitik.org. nach der sperrung der lobbykratie-dokumentation wegen urheberrechtsverletzung wurde nun auch der verweis auf den beschwerdeführer - eines der für die Lobbykratie-Medaille nominierten unternehmen - gelöscht.
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Dienstag, Oktober 18, 2011
copyright und digitaler umweltschutz [update]
seit mittlerweile vier Jahren gibt es an meiner alma mater, der Johannes Kepler Universität Linz, die vorlesungsreihe "lunch lectures". ziel der lunch lectures ist es, aktuelle themen zu behandeln, die im normalen vorlesungsbetrieb zu kurz kommen. um den besuch im wahrsten sinne des wortes schmackhaft zu machen, bekommen alle besucherinnen und besucher ein lunch paket.
vergangenen mittwoch durfte ich eine dieser lunch lectures zum thema "copyright und digitaler umweltschutz" halten. im folgenden die folien zu meinem vortrag:
das einstiegszitat für meinen vortrag entstammt dabei dem buch "Mashup - Lob der Kopie" von Dirk von Gehlen, das ich kürzlich in diesem blog rezensiert habe.
[update]
am dienstag dieser woche durfte ich dann eine kurzfassung des vortrags im rahmen des 1. netzpolitischen abends der digitalen gesellschaft in der c-base in berlin präsentieren (vgl. netzpolitik.org):
vergangenen mittwoch durfte ich eine dieser lunch lectures zum thema "copyright und digitaler umweltschutz" halten. im folgenden die folien zu meinem vortrag:
das einstiegszitat für meinen vortrag entstammt dabei dem buch "Mashup - Lob der Kopie" von Dirk von Gehlen, das ich kürzlich in diesem blog rezensiert habe.
[update]
am dienstag dieser woche durfte ich dann eine kurzfassung des vortrags im rahmen des 1. netzpolitischen abends der digitalen gesellschaft in der c-base in berlin präsentieren (vgl. netzpolitik.org):
Freitag, August 26, 2011
Dirk von Gehlens "Mashup"
als "jetzt" noch jeden montag in gedruckter form als beilage in der Süddeutschen Zeitung erschien, hatte ich ein sogenanntes montags-abo, bekam also nur die montagsausgabe der SZ nach österreich geschickt. überlebt hat vom besten jungen magazin aller zeiten nur die webpräsenz jetzt.de. deren chefredakteur Dirk von Gehlen hat nun kürzlich bei suhrkamp sein buch "Mashup: Lob der Kopie" veröffentlicht. und nachdem ich derzeit ja gerade am WZB zum eng verwandten thema der "public domain" forsche, habe ich mir das werk gleich mal zu gemüte geführt.
und das buch macht seinem titel alle ehre, es ist selbst ein lesenswerter mashup, fast schon eine collage aus erkenntnissen, anekdoten, zitaten und interviews von und mit menschen, die sich mit dem thema kopieren als digitale kulturtechnik beschäftigen. und während im englischen sprachraum bereits eine reihe von lesenswerten büchern zu diesem thema, allen voran von Lawrence Lessig, erschienen sind, ist vergleichbares auf deutsch immer noch mangelware.
soweit, so gut. zwei dinge fand ich bei der lektüre aber dennoch schade. erstens, bei allem "Lob der Kopie", bemüht sich von Gehlen an mehreren stellen zu betonen, dass es ihm um das "kreative Kopieren", und nicht darum gehe, "dem Bruch des Urheberrechts das Wort zu reden" (S. 15). von Gehlen lobt den "schöpferischen Wert des Kopierens", möchte damit aber "keineswegs Urheberrechtsverletzungen rechtfertigen" (S. 13).
Samstag, August 20, 2011
ode (5) an Jon Stewart
nach längerem ist es wiedermal zeit für eine ode. diesmal: Jon Stewart. eigentlich überflüssig, weil er längst allzuweithin anerkannt ist für sein schaffen im rahmen der "The Daily Show". und dennoch: sein jüngstes segment zum politischen klassiker arm vs. reich ist von so einer atemberaubenden eindrücklichkeit, dass die videos hier angefügt und damit noch einmal dokumentiert sein mögen.
part I:
part II:
part I:
part II:
Dienstag, Juli 19, 2011
thoughts on Google+
Google+ is currently issue #1 in blogs, on facebook and twitter and, of course, on Google+, as well. as a consequence i have read an awful lot about it. here are my, hopefully not too redundant, two cents.
- "Circles" in Google+ are inspired by (aka copied from) the "aspects" feature of the open source social network diaspora. i really wonder why so few bloggers are bringing that up. to me, this is another example of why small upstart companies are so important for innovation; even if they fail (as diaspora is more and more likely to do), their best features often survive.
- the "Incoming" stream delivers messages of all those people that want to share with you but are not included in your circles (probably because you don't know them or don't consider their posts worth reading on a regular basis). this feature is underestimated in its potential for serendipity in the sense of coincidences that inspire innovation and creativity (see also Steve Johnson's book "Where Good Ideas Come From").
- the more the internet happens in social networks, the more important these become for providing most basic internet services such as search. having access to (real-time) social network data is therefore of utmost importance for the future also of the Google search engine - at least as long as facebook does not allow indexing by third parties. the question remains, however, whether this development makes competition in the market for search engines even more difficult in the future.
(you can find me at Google+)
Samstag, Juli 09, 2011
Aus Politik und Zeitgeschichte zum Thema "Gemeingüter"

der wochenzeitung "Das Parlament" (druckauflage ca. 60.000 Stück) liegt regelmäßig ein von der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gestaltetes themenheft "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ) bei. die aktuelle ausgabe widmet sich dem thema "Gemeingüter" und ist zur gänze online zugänglich.
wie es sich für eine der neutralität verpflichtete einrichtung wie die bpb gehört, wird bei der zusammenstellung solcher hefte auch auf ausgewogenheit geachtet. so finden sich neben einem beitrag von commonsbloggerin und aktivistin Silke Helfrich ("Was sind Gemeingüter?", gemeinsam mit Felix Stein) auch eher commons-kritische beiträge wie jener des chefredakteurs der Wirtschaftswoche Roland Tichy ("Vom eigenen Garten zur weltweiten Ressourcenverteilung", gemeinsam mit Ulrike Guérot).
diese beiträge im vergleich zu lesen ist aufschlussreich. beide starten mit Hardins bekanntem bild von der "tragödie der allmende". und beide sind sich völlig darin einig, dass der grund für die tragödie das fehlen von regulierung ist:
Hardin beschrieb daher die "Tragik eines Niemandslands" und nicht die "Tragik der Allmende". [...] Dabei liegt gerade hier ein entscheidender Schlüssel zur Abgrenzung und zum Verständnis des Konzepts der Commons. Sie sind kein Niemandsland! (Helfrich/Stein)
Die entscheidende Schlussfolgerung aus der Allmendediskussion lautet, dass es immer dann zu einer "Überweidung", zu einer übermäßigen Ressourcennutzung und damit zu Umweltzerstörung kommen wird, wenn Güter von jedermann beliebig, unbegrenzt und unkontrollierbar nutzbar sind. (Tichy/Guérot)
insbesondere zweitere widerlegen deshalb einen strohmann, wenn sie behaupten, "die aktuelle Gemeingutdiskussion [ist] streckenweise einfach rückwärtsgewandt, wenn etwa ein selbstverständliches Recht auf Luft und Wasser postuliert wird, ohne zu sehen, dass die massive Nutzung durch Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft diese knappen Ressourcen unwiderruflich zerstört." ich weiß nicht, welche "aktuelle Gemeingutdiskussion" Tichy und Guérot hier meinen; entsprechende quellen zitieren sie leider nicht.
ach ja, den abschluss des heftes bildet ein beitrag von Sigrid Quack und mir mit dem Titel "Auf dem Weg zu einer Wissensallmende?".
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