Montag, April 30, 2012

über urheberrecht auf Zeit Online

bei ZEIT Online durfte ich zur aktuellen urheberrechtsdebatte gastkommentieren. im artikel "Urheberrecht darf im Alltag keine Rolle spielen" beziehe ich mich dabei auf das äußerst lesenswerte buch von Philippe Aigrain "Sharing". in dessen klappentext heißt es:
"Sharing starts from a radically different viewpoint, namely that the non-market sharing of digital works is both legitimate and useful. It supports this premise with empirical research, demonstrating that non-market sharing leads to more diversity in the attention given to various works. Taking stock of what we have learnt about the cultural economy in recent years, Sharing sets out the conditions necessary for valuable cultural functions to remain sustainable in this context."
"Sharing" ist Creative-Commons lizenziert und deshalb als PDF-download verfügbar.

Freitag, März 02, 2012

rumänisch

mein letztes jahr bei Eurozine erschienener artikel "Bad for artists: On digitization, remuneration and copyright" wurde jetzt in einer rumänischen übersetzung in "Dilema Veche" (dt. "Altes Dilemma") wiederabgedruckt:
"E rău pentru artişti?"

Freitag, Februar 10, 2012

schuldenprobleme sind verteilungsprobleme

gemeinsam mit Fedor Ruhose durfte ich mich in einem kurzen policy brief (PDF) zum wirtschaftspolitischen thema der stunde auslassen. unter dem titel "schuldenprobleme sind verteilungsprobleme" diskutieren wir dabei folgende zentrale these:
Einen Beitrag zur Stabilität der europäischen Währung und gleichzeitig zur Reduktion von Staatsschulden würde deshalb eine kombinierte Politik von Lohnsteigerungen – insbesondere für untere und mittlere Einkommen – und Steuererhöhungen – insbesondere für Vermögende und Spitzenverdiener – leisten. Das Schöne daran: Es wäre nicht nur wirtschaftlich vernünftig. Es wäre auch (verteilungs)gerecht.
und mit hilfe zweier charts versuchen wir zu zeigen, dass deutschland kein gesamtwirtschaftliches schuldenproblem ...


... sondern ein verteilungsproblem hat ...


... und wie diese beiden probleme zusammenhängen:
Denn die aus Staatsschulden resultierenden Zinserträge verteilen sich äußerst ungleich. 20 Prozent der Bevölkerung verfügen über mehr als 80 Prozent des Gesamtvermögens, während 60 Prozent gemeinsam weniger als 3 Prozent des Gesamtvermögens besitzen (Frick und Grabka 2009 bzw. Abbildung 2). Ein wesentlicher Teil des Vermögens der Besitzenden sind nun Staatsanleihen. Die obersten 20 Prozent erhalten deshalb auch den mit Abstand größten Anteil staatlicher Zinszahlungen.

Donnerstag, Januar 05, 2012

im russischen fernsehen

russia today war vor einiger zeit in Berlin für eine reportage über den wahlerfolg der piratenpartei. über einen blogeintrag sind sie dabei auf mich gestoßen und haben mich 20 minuten zum erfolg der piraten interviewt. circa fünf sekunden davon haben es schließlich in den bericht geschafft:

Samstag, Dezember 03, 2011

jetzt neu: D64



seit gerade eben ist die seite www.d-64.org live. in der selbstbeschreibung heißt es wie folgt:
D64 sind Menschen, die täglich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des Internets für die Transformation unserer Gesellschaft arbeiten. Sie sind sich einig, dass man Politik für die Zukunft nicht mit Gedankengut von gestern machen kann. D64 will deshalb Taktgeber für die Politik sein, um Deutschland für die digitale Demokratie vorzubereiten. 
etwas großspurig, diese ankündigung. aber angesichts der illustren runde an gründungsmitgliedern, ist sie vielleicht nicht völlig unrealistisch. und ich freue mich, mit dabei zu sein.

Mittwoch, November 02, 2011

copyright und free speech II [update]

vor knapp einem halben jahr habe ich an dieser stelle zwei bilder präsentiert, die das spannungsverhältnis von urheberrecht und rede- bzw. meinungsfreiheit illustriert haben.

eine fortsetzung dieses themas durfte ich nun auf netzpolitik.org anlässlich der erstmaligen vergabe der "Lobbykratie-Medaille" durch lobbycontrol verbloggen. mehr dazu unter "Abstimmung über Lobbykratie-Medaille und das Urheberrecht".

[update]

die fortsetzung dieser fortsetzung findet sich ebenfalls auf netzpolitik.org. nach der sperrung der lobbykratie-dokumentation wegen urheberrechtsverletzung wurde nun auch der verweis auf den beschwerdeführer - eines der für die Lobbykratie-Medaille nominierten unternehmen - gelöscht.

Dienstag, Oktober 18, 2011

copyright und digitaler umweltschutz [update]

seit mittlerweile vier Jahren gibt es an meiner alma mater, der Johannes Kepler Universität Linz, die vorlesungsreihe "lunch lectures". ziel der lunch lectures ist es, aktuelle themen zu behandeln, die im normalen vorlesungsbetrieb zu kurz kommen. um den besuch im wahrsten sinne des wortes schmackhaft zu machen, bekommen alle besucherinnen und besucher ein lunch paket.

vergangenen mittwoch durfte ich eine dieser lunch lectures zum thema "copyright und digitaler umweltschutz" halten. im folgenden die folien zu meinem vortrag:


das einstiegszitat für meinen vortrag entstammt dabei dem buch "Mashup - Lob der Kopie" von Dirk von Gehlen, das ich kürzlich in diesem blog rezensiert habe.

[update]

am dienstag dieser woche durfte ich dann eine kurzfassung des vortrags im rahmen des 1. netzpolitischen abends der digitalen gesellschaft in der c-base in berlin präsentieren (vgl. netzpolitik.org):



Freitag, August 26, 2011

Dirk von Gehlens "Mashup"


als "jetzt" noch jeden montag in gedruckter form als beilage in der Süddeutschen Zeitung erschien, hatte ich ein sogenanntes montags-abo, bekam also nur die montagsausgabe der SZ nach österreich geschickt. überlebt hat vom besten jungen magazin aller zeiten nur die webpräsenz jetzt.de. deren chefredakteur Dirk von Gehlen hat nun kürzlich bei suhrkamp sein buch "Mashup: Lob der Kopie" veröffentlicht. und nachdem ich derzeit ja gerade am WZB zum eng verwandten thema der "public domain" forsche, habe ich mir das werk gleich mal zu gemüte geführt.

und das buch macht seinem titel alle ehre, es ist selbst ein lesenswerter mashup, fast schon eine collage aus erkenntnissen, anekdoten, zitaten und interviews von und mit menschen, die sich mit dem thema kopieren als digitale kulturtechnik beschäftigen. und während im englischen sprachraum bereits eine reihe von lesenswerten büchern zu diesem thema, allen voran von Lawrence Lessig, erschienen sind, ist vergleichbares auf deutsch immer noch mangelware.

soweit, so gut. zwei dinge fand ich bei der lektüre aber dennoch schade. erstens, bei allem "Lob der Kopie", bemüht sich von Gehlen an mehreren stellen zu betonen, dass es ihm um das "kreative Kopieren", und nicht darum gehe, "dem Bruch des Urheberrechts das Wort zu reden" (S. 15). von Gehlen lobt den "schöpferischen Wert des Kopierens", möchte damit aber "keineswegs Urheberrechtsverletzungen rechtfertigen" (S. 13).

Samstag, August 20, 2011

ode (5) an Jon Stewart

nach längerem ist es wiedermal zeit für eine ode. diesmal: Jon Stewart. eigentlich überflüssig, weil er längst allzuweithin anerkannt ist für sein schaffen im rahmen der "The Daily Show". und dennoch: sein jüngstes segment zum politischen klassiker arm vs. reich ist von so einer atemberaubenden eindrücklichkeit, dass die videos hier angefügt und damit noch einmal dokumentiert sein mögen.

part I:


part II: