Montag, Januar 14, 2008
props: niki kowall in der "Presse"
der gastkommentar ("Veränderung braucht Risiko") von Niki Kowall in der Presse aus anlass des einjährigen regierungsjubiläums ist äußerst lesenswert und verdient ebensolche "props", wie die von seiner Sektion 8 veröffentlichte Fake-OTS zum selben anlass.
Freitag, Dezember 28, 2007
ode (2) an v. Heusinger
zum abschluss des jahres hat sich nach Martenstein noch ein weiterer, mittlerweile allerdings bei der Frankfurter Rundschau tätiger, ZEIT-redakteur endgültig in mein herz geschrieben. Robert von Heusingers herdentrieb-blog habe ich ohnedies bereits von beginn an in der blogroll verlinkt, mit seinem jüngsten eintrag entpuppt er sich aber endgültig als undogmatisch-tabubrechender ökonom. der erste absatz des beitrags mit dem titel "Alle Banken verstaatlichen?!" lautet nämlich wie folgt:
"Als ich gestern den 'persönlichen Jahresrückblick' geschrieben habe und vorher mir noch ein paar kluge Artikel zur Kreditkrise reingezogen habe, bekam ich Zweifel, ob private Banken überhaupt eine Daseinsberechtigung haben. Ob man sie nicht besser alle verstaatlichen sollte. Starke Tobak, ich weiß. Doch auch heute sind meine Zweifel nicht kleiner geworden."
und was danach folgt sind einfach unaufgeregte, dafür umso bessere argumente. bitte, bitte mehr davon!
"Als ich gestern den 'persönlichen Jahresrückblick' geschrieben habe und vorher mir noch ein paar kluge Artikel zur Kreditkrise reingezogen habe, bekam ich Zweifel, ob private Banken überhaupt eine Daseinsberechtigung haben. Ob man sie nicht besser alle verstaatlichen sollte. Starke Tobak, ich weiß. Doch auch heute sind meine Zweifel nicht kleiner geworden."
und was danach folgt sind einfach unaufgeregte, dafür umso bessere argumente. bitte, bitte mehr davon!
Freitag, September 28, 2007
ode an Martenstein
in mein herz geschlossen habe ich den kolumnisten der zeit Harald Martenstein spätestens seit seiner auseinandersetzung mit dem Buddhismus, oder besser gesagt mit den Buddhisten (vgl. den anlass, vor allem aber die beschreibung der reaktion).
in der dieswöchigen ausgabe aber übertrifft er sich selbst mit einem pamphlet, das zwar in erster linie "teamwork" erledigt, dabei unterwegs aber noch das eine oder andere kleinod präsentiert. am besten: lest selbst.
in der dieswöchigen ausgabe aber übertrifft er sich selbst mit einem pamphlet, das zwar in erster linie "teamwork" erledigt, dabei unterwegs aber noch das eine oder andere kleinod präsentiert. am besten: lest selbst.
Dienstag, September 25, 2007
original vs. fälschung: INSM
kleines ratespiel an hand von zwei "inseraten" rund um die Lobbying-Agentur INSM: welches ist das orginal, welches die fälschung?
inserat 1*
inserat 2**
leider muss ich sagen, dass mich das original mehr gruselt als die fälschung, aber seht selbst.
* aus DER SPIEGEL, Ausgabe 29/2007, S. 27
** aus TITANIC, Ausgabe 9/2007, S. 68
inserat 1*
inserat 2**
leider muss ich sagen, dass mich das original mehr gruselt als die fälschung, aber seht selbst.
* aus DER SPIEGEL, Ausgabe 29/2007, S. 27
** aus TITANIC, Ausgabe 9/2007, S. 68
Mittwoch, Mai 09, 2007
webung in eigener sache (ctd.)
nachdem es das buch "Freie Netze. Freies Wissen." jetzt (endlich) auch bei Amazon zu bestellen gibt und die "c't" es sehr positiv rezensiert hat (leider nicht frei online zugänglich), hier noch ein paar rückmeldungen aus der blogosphäre:
datenschmutz.net
apriltext.de
histnet.ch
keimform.de
phlow.net
datenschmutz.net
apriltext.de
histnet.ch
keimform.de
phlow.net
Labels:
eigenwerbung,
Freie Netze. Freies Wissen.
Sonntag, Februar 18, 2007
blogweh: www.erwin-buchinger.at
ich bin für die einführung eines neuen begriffs "blogweh" (analog zu "zahnweh" oder "bauchweh") für blogs, die körperliches unwohlsein bei ihren leserInnen hervorrufen. und aus gegebenem anlass kann ich hiermit auch die gleichnamige rubrik starten:
auf www.erwin-buchinger.at beweist der neue östereichische spö-sozialminister, dass es noch sehr viel schlimmeres gibt, als die potentiale neuer medien ungenutzt zu lassen. nämlich sie so zu "nutzen", wie er in seinem blog. nur weil einfallslose journalistInnen "blog" mit "internet-tagebuch" übersetzen, sollte man das nicht allzu wörtlich nehmen. schon gar nicht als minister. und noch weniger mit einem stil, der an die tagebücher 9jähriger volksschülerInnen erinnert.
kostprobe: "Eigentlich wollte ich heute um 05.30 Uhr aufstehen und morgens Laufen - ich habe mich aber verschlafen und bin erst knapp vor 07.30 Uhr ins Büro gekommen..."
auf www.erwin-buchinger.at beweist der neue östereichische spö-sozialminister, dass es noch sehr viel schlimmeres gibt, als die potentiale neuer medien ungenutzt zu lassen. nämlich sie so zu "nutzen", wie er in seinem blog. nur weil einfallslose journalistInnen "blog" mit "internet-tagebuch" übersetzen, sollte man das nicht allzu wörtlich nehmen. schon gar nicht als minister. und noch weniger mit einem stil, der an die tagebücher 9jähriger volksschülerInnen erinnert.
kostprobe: "Eigentlich wollte ich heute um 05.30 Uhr aufstehen und morgens Laufen - ich habe mich aber verschlafen und bin erst knapp vor 07.30 Uhr ins Büro gekommen..."
Samstag, Februar 10, 2007
Samstag, Januar 20, 2007
kapitalistische praxis IV
schon wieder: apple
ich habe keine ahnung, ob das iphone von apple wirklich so cool ist, wie es in diesem video aussieht. aber seht selbst:
ich habe keine ahnung, ob das iphone von apple wirklich so cool ist, wie es in diesem video aussieht. aber seht selbst:
Montag, Dezember 11, 2006
Suggestivfrage der Woche: "Der Spiegel" und die Löhne

"Sollte der wirtschaftliche Aufschwung zu höheren oder moderaten Lohnerhöhungen führen, um die Konjunktur nicht zu gefährden?" Diese Frage stellte TNS Infratest für den SPIEGEL 1000 Befragten. Wenig überraschend wollten bei dieser Fragestellung 63 Prozent lieber "die Konjunktur nicht gefährden". Schon erstaunlicher ist, dass 32 Prozent der Befragten das Risiko für höhere Löhne lieber doch eingehen würden. Kleines Detail am Rande, ebenfalls zu finden in dieser Spiegelausgabe: Während Deutschland - um "die Konjunktur nicht zu gefährden" - in den letzten zehn Jahren insgesamt einen Reallohnverzicht in Höhe von 0,9 Prozent übte, "riskierten" beispielsweise Schweden und Großbritannien jeweils Reallohnerhöhungen von über 25 (!) Prozent und wurden dafür beide mit Rekordwachstum belohnt.
Mittwoch, März 29, 2006
altvorstellung III
diesmal: "Unternehmensziele als Ideologie: Zur Kritik betriebswirtschaftlicher und organisationstheoretischer Entwürfe einer Theorie der Unternehmungsziele", die 1976 im Verlag Kiepenheuer & Witsch als buch erschienene dissertation von Günther Ortmann. das buch ist aus mehreren gründen such- und lesenswert:
- Günther Ortmann kann ohne übertreibung als einer der angesehensten deutschsprachigen organisationsforscher bezeichnet werden. seine dissertation war aber noch sehr umstritten, da die damals herrschenden ansätze (z.b. anreiz-beitrags-theorie) heftigste kritik einstecken mussten.
- die schärfe, klarheit und direktheit der formulierten kritik imponieren und machen das lesen teilweise zu einem echten vergnügen.
- Ortmann entpuppt sich als forscher mit stark marxistischer vergangenheit.
zur illustration sämtlicher punkte, der letzte absatz des buches als wörtliches zitat:
"Das aber wäre eine Gesellschaft, in der - nach einem Wort von Habermas - Platz nur für zwei sorten von Menschen wäre: Sozialingenieure und Insaßen geschlossener Anstalten. Wen es bei dieser Vision fröstelt, der kommt an einer Auseinandersetzung mit der hier nur angedeuteten Theorie nicht vorbei. Dies nun allerdings versucht die BWL mit subtilen und weniger subtilen Mitteln - sie bedient sich dabei des Totschweigens ebenso geschickt wie der Studien- und Prüfungsordnungen - zu verhindern, obwohl sie von dieser Theorie kaum mehr als den Familiennamen ihres Autors kennt: Marx heißt der Mann."
- Günther Ortmann kann ohne übertreibung als einer der angesehensten deutschsprachigen organisationsforscher bezeichnet werden. seine dissertation war aber noch sehr umstritten, da die damals herrschenden ansätze (z.b. anreiz-beitrags-theorie) heftigste kritik einstecken mussten.
- die schärfe, klarheit und direktheit der formulierten kritik imponieren und machen das lesen teilweise zu einem echten vergnügen.
- Ortmann entpuppt sich als forscher mit stark marxistischer vergangenheit.
zur illustration sämtlicher punkte, der letzte absatz des buches als wörtliches zitat:
"Das aber wäre eine Gesellschaft, in der - nach einem Wort von Habermas - Platz nur für zwei sorten von Menschen wäre: Sozialingenieure und Insaßen geschlossener Anstalten. Wen es bei dieser Vision fröstelt, der kommt an einer Auseinandersetzung mit der hier nur angedeuteten Theorie nicht vorbei. Dies nun allerdings versucht die BWL mit subtilen und weniger subtilen Mitteln - sie bedient sich dabei des Totschweigens ebenso geschickt wie der Studien- und Prüfungsordnungen - zu verhindern, obwohl sie von dieser Theorie kaum mehr als den Familiennamen ihres Autors kennt: Marx heißt der Mann."
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